Laudanum im 19. Jahrhundert

Ich bin im zweiten Buch meiner Allender-Saga, Letzte Abschiede, gerade bei recht emotionalen Szenen, die sich unter anderen mit der Psychiatrie im 19. Jahrhundert beschäftigen, wozu ich bereits einen Artikel geschrieben habe. Ein damit zusammenhängendes Thema, zu dem ich viel recherchierte ist Laudanum. Einer meiner Hauptcharaktere verfällt einer Laudanum-Sucht, die sie (in Kombination mit jemandem, der ihr nichts Gutes möchte) fast tötet. Bei der Recherche hat es mich schockiert, wie leicht es trotz des Wissens über seine Gefahren verfügbar war.

Was ist Laudanum?

Laudanum ist eine Opiumtinktur mit Alkohol, Gewürzen (wie Zimt oder Safran) und einer Vielzahl anderer Dinge (es gibt kein festgelegtes Rezept). Opium und Alkohol waren die einzigen wesentlichen Bestandteile.

Opiumhaltige Medizin wurde so leichthin verschrieben / empfohlen, wie freiverkäufliche Schmerzmittel heute, und dies für eine überraschende Vielzahl von Krankheiten. Ihr Haupteffekt war der einer Einschlafhilfe, aber auch sonst griffen die Menschen des 19. Jahrhunderts bei fast jeder Krankheit darauf zurück. Die Beliebtheit des Opiums geht aber noch wesentlich weiter zurück, es war schon seit antiken Zeiten eine gebräuchliche Droge.

Laudanum wurde erstmals im 17. Jahrhundert hergestellt und gewann schnell Akzeptanz als Schlaftrunk, Schmerzmittel, Medizin gegen Durchfall und Hustenmittel. Im 19. Jahrhundert war es bereits zur Medizin für alle Gelegenheiten geworden. Es wurde oft Kindern gegeben und war die Grundlage vieler beliebter Stärkungsmittel für Säuglinge. Laudanum wird heute noch als Medikament verwendet, allerdings natürlich nur auf ärztliche Verschreibung und nur für wenige Krankheiten. Ja, die Verschreibungspflicht ist tatsächlich neu, denn in viktorianischen Zeiten konnte es frei gekauft werden.

1 Tropfen für Babies im Alter von drei Monaten, 3 Tropfen für Einjährige, 5 Tropfen für Vierjährige…
 

Nebenwirkungen und Sucht

In Letzte Abschiede erhält eine der Hauptfiguren Laudanum, um ihre ständige Schlaflosigkeit zu bekämpfen. Die Wirkung ist verführerisch:

Schon bald fühlte sie sich benommen und seltsam entfernt von der Welt. Es war ein Gefühl wie eine beschützende Umarmung.

Für jeden Schlaflosen ist es eine unglaubliche Erleichterung, endlich wieder schlafen zu können. Meine Hauptfigur, inmitten einer depressiven Episode, genießt diese Tage, in denen sie sich keine Sorgen über das Einschlafen machen muss, und bald freut sie sich auch auf die leicht wahnhaften Gefühle, die das in Laudanum ihr verursacht, bevor es sie zum Schlafen bringt.

Während sie zustimmt, die Droge nach einer Weile zu nicht mehr zu nehmen, verselbständigt sich die Sorge über die Schlaflosigkeit, macht sie nervös und führt somit erst recht zur Schlaflosigkeit. Ein Teufelskreis, den sicher viele kennen, die schon einmal an Schlafproblemen litten. Der Drang, ohne Sorgen einschlafen zu können, ist zu stark, obwohl Laudanum keine erholsame Nachtruhe bietet. Laudanum-induzierter Schlaf ist nicht natürlich, ähnlich dem Alkohol-induzierten Schlaf. Er ist unruhig, wird immer wieder unterbrochen und endet mit einem Kater. In Ferne Wolken, dem ersten Band der Allender-Saga erhält eine der Charaktere Opium als Schmerzmittel. Sie hat keine andere Wahl, als es zu nehmen, weil der Schmerz sonst unerträglich wäre, aber sie leidet dadurch unter schrecklichen Träumen, Kopfschmerzen und einen trockenen Mund.

Unruhiger Schlaf ist nicht die einzige Nebenwirkung von Laudanum. Es verursacht Verstopfung, einen allgemeinen Mangel an Energie, Appetit oder sexuellem Interesse. Langfristiger Gebrauch belastet den ganzen Körper. Ein paar Monate mit Laudanum haben meine Hauptfigur in Letzte Abschiede so aussehen lassen:

Ihre Haut war fahl, die Lippen aufgesprungen. Ihr Haar war hochmodisch auf ihrem Kopf aufgetürmt, aber völlig glanzlos. Die funkelnden Rubine ihres Armbands und ihrer Ohrringe bildeten einen schmerzhaften Kontrast zu ihren leblosen Augen. (…) Ihre Pupillen waren winzig.

Sie war zudem zunehmend vergesslich geworden und sprach träge – ihr Körper und ihr Geist waren gefährlich gedämpft, so dass sie kaum mehr als eine lebende Hülle war.

Die benötigte Menge steigt mit dauerndem Gebrauch immer weiter an. Wilkie Collins‘ Buch The Moonstone / Der Monddiamant berichtet unter anderem über Ezra Jennings, der von Laudanum abhängig wurde, weil er es Medikamente benötigt, um den Schmerz einer tödlichen Krankheit zu betäuben. Schließlich verwendet er das Zehnfache der Menge, die einem Erstnutzer gegeben würde. Meine Figur in Letzte Abschiede reichert ihr Laudanum mit Bourbon an. Bald sind die Nebenwirkungen erträglicher als das Leben ohne Laudanum, und sie nimmt es sogar, um den Alltag zu ertragen:

(Sie) verzichtete aufgrund ihrer rumorenden Kopfschmerzen und Übelkeit auf Frühstück. Es hatte einer großzügigen Dosis Laudanum bedurft, um sie einschlafen zu lassen, sie war in der Nacht mehrfach von Alpträumen und Herzrasen geweckt worden. Nun nahm sie noch eine kleine Dosis, um das innere Rasen zu beruhigen. Sie kam erst einige Minuten vor Maurices Ankunft hinunter und da die restliche Familie im Salon war, bemerkte zu (ihrer) Erleichterung niemand, dass sie sich am Treppengeländer festklammern musste. Ihr war schwindlig, die Knie weich, der Kopf pochend.

Der schlimmste Nebeneffekt ist der finale – Tod. Laudanum unterdrückt das Atmungssystem und Überdosierung kann leicht töten. Es war eine beliebte Methode des Selbstmordes, aber auch verantwortlich für viele zufällige Todesfälle.

Die Gefahr der Sucht war den viktorianischen Ärzten bekannt, aber dies verhinderte nicht die weitverbreitete Anwendung und Akzeptanz von Laudanum und anderen opiumhaltigen Medikamenten. Man kann nicht anders, als sich zu fragen: warum? Das informative Buch „In the Arms of Morpheus“ nennt drei plausible Gründe: Erstens, Opium war ein lebenswichtiges Mittel zur Behandlung von Cholera, Ruhr und Tuberkulose (…), weil es die physischen Manifestationen der Krankheiten reduziert (…). Zweitens waren viele Krankheiten unheilbar; Opium linderte den durch diese Beschwerden verursachten Schmerz. Und schließlich, weil Opium wirksam, verfügbar und billig war, diagnostizierten und behandelten diejenigen, die der medizinischen Hilfe misstrauten oder sie sich nicht leisten konnten, ihre Beschwerden selbst. Um es zusammenzufassen, es gab einfach nicht viel Auswahl, keine brauchbare Alternative.

Berühmte Laudanum-Nutzer

Unnötig zu sagen, dass die großzügige Verwendung von Laudanum in der Medizin zu einer hohen Anzahl Süchtiger oder zumindest gewohnheitsmäßiger Benutzer führte. Die meisten viktorianischen Romane erwähnen Laudanum- oder Opiumgebrauch, einige nur als flüchtiger Nebenstrang, andere als Haupthandlung. Es ist nicht verwunderlich, dass auch viele berühmte Viktorianer Opiumabhängige oder zumindest Benutzer waren. Die Namensliste ist so lang, dass man denken könnte, jeder berühmte Viktorianer hätte Opium genommen. Hier ist eine kleine Auswahl einiger berühmter Laudanum-Anwender, die zeigen, wie Menschen auf die Droge gekommen sind und wie sie damit umgegangen sind.

Elizabeth Barrett Browning (1806 – 1861)

Die britische Dichterin Elizabeth Barrett Browning erlitt eine Rückenmarksverletzung 3400f-browning(obwohl die genauen Ursprünge ihrer Krankheit im zarten Alter von 15 Jahren nicht sicher sind) und musste häufige Kopf- und Rückenschmerzen ertragen. Die Schmerzen wurden mit Laudanum behandelt und für den Rest ihres Lebens war Elizabeth Barrett Browning süchtig danach. Ihre Gesundheit blieb anfällig und es gab zahlreiche Krankheiten und Symptome, die weitere Gründe für die Einnahme von Laudanum gaben. Wie viele Süchtige erhöhte sie ihre Laudanum-Dosis konsequent. Wenn es keine körperlichen Beschwerden gab, nahm Elizabeth Barrett Browning Laudanum, um ihre Schlaflosigkeit, ihre Unruhe, ihren Puls und ihr Herz zu beruhigen, was sie, wie sie sagte, ziemlich verrückt machte.

Die Liebesbriefe, die sie und ihr Ehemann austauschten, können online gelesen werden. In ihnen ist Opium ein Thema, und Elizabeth Barrett Browning ist ziemlich defensiv bezüglich ihres Konsums: Mein Opium dient dazu, den Puls vor Flattern und Ohnmachtsanfällen zu bewahren … um dem Nervensystem die richtige Gelassenheit und Gleichgewicht zu geben. Ich nehme es nicht für ‚meine Geister‘ im üblichen Sinne; Du darfst so etwas nicht denken. Der Arzt, der mich besuchen wollte, hat mich vor ein paar Tagen, wenn er im Raum war, vor der richtigen Stunde und wenn ich ganz fröhlich redete, dazu gebracht, es zu nehmen, nur wegen der Notwendigkeit, die er im Puls beobachtete. „Es war eine Notwendigkeit meiner Position“, sagte er. Auch ich leide nicht darunter, wie es die Leute normalerweise tun, die Opium nehmen. Ich bin nicht einmal einem Opiumkopfschmerz ausgesetzt.

(…) Es könnte Dir seltsam vorkommen, dass ich, die keine Schmerzen hatte – kein akutes Leiden (…) – Opium in irgendeiner Form brauchen sollte. Aber ich litt unter Unruhe, bis es mich fast wahnsinnig machte: einmal verlor ich die Fähigkeit des Schlafens ganz, und selbst am Tage war das fortwährende schmerzende Gefühl der Schwäche – abgesehen vom Herzklopfen – unerträglich, als ob jemandes Leben, anstatt den Körper zu bewegen, unvermindert in ihm eingesperrt wäre, und ohne Wirkung gegen alle Türen und Fenster nervös schlüge, um hinauszukommen. Also haben die Ärzte mir Opium gegeben (…), weil die Beruhigungswirkung wunderbar war. Solch ein Nervensystem habe ich – so natürlich reizbar und so durch verschiedene Ursachen zerrüttet, dass das Bedürfnis bis jetzt auf eine Art fortbesteht, und es wäre gefährlich, das beruhigende Mittel wegzulassen, sagt Mr. Jago, außer sehr langsam und allmählich.

Ihr Ehemann Robert Browning, der versuchte, in seinen Briefen nicht allzu offen nach ihrem Laudanumgebrauch zu fragen, war offensichtlich besorgt darüber und ermutigte sie, wenn sie erwähnte, eine niedrigere Dosis zu nehmen. Offensichtlich hatte er sich damit abgefunden, dass sie die Droge gewohnheitsmäßig nahm und dass er nur in der Lage war, die Menge, die sie nahm, zu begrenzen.

Sie blieb bis zum Ende ihres Lebens süchtig, starb friedlich in den Armen ihres Mannes.

Wilkie Collins (1824 – 1889)

Als der britische Schriftsteller Wilkie Collins in The Moonstone ein plastisches Bild von durch Opium hervorgerufenen Albträumen und Opiumabhängigkeit malte, schrieb er aus erster Hand. Wie bei Elizabeth Barrett Browning war es Krankheit, die Wilkie Collins dazu brachte, Opium zum ersten Mal einzunehmen. Als er in den 1850er Jahren als Schriftsteller bekannt wurde und seine berühmtesten Romane in den 1860er Jahren schrieb, litt Collins unter schmerzhafter Gicht. Laudanum half, den Schmerz zu ertragen. Im Kampf gegen chronische Schmerzen wurde Collins abhängig und erhöhte die Dosis auf schockierende Mengen.

Die Droge wurde in seinen Romanen zunehmend erwähnt. Während in No Name (1862) die Heldin Überdruss und eigentlich Angst vor der Droge zeigt:

Sie ging direkt zu dem Ort, wo das Laudanum versteckt war, und nahm es heraus. Die Flasche war so klein, dass sie leicht in der Hand lag. Sie ließ sie dort für eine Weile und sah sie an. „TOD!“, sagte sie. „In diesem Tropfen braunen Getränks – TOD!“

erklärt eine Hauptfigur in Armadale (1866) eine fast leidenschaftliche Liebe für Laudanum:

Wer war der Mann, der Laudanum erfand? Ich danke ihm aus tiefstem Herzen, wer auch immer er war. Wenn alle verzweifelten Elenden im Schmerz von Körper und Geist, deren Tröster er gewesen ist, sich treffen könnten Ich habe sechs köstliche Stunden des Vergessens gehabt, ich bin aufgewacht mit meinen Gedanken, ich habe einen perfekten kleinen Brief an Midwinter geschrieben, ich habe meine gute Tasse Tee getrunken, mit wahrem Genuss, ich habe mit einem vorzüglichen Gefühl der Erleichterung über meiner Morgentoilette getrödelt – und all dies durch die bescheidene kleine Flasche Tropfen, die ich in diesem Moment auf meinem Schlafzimmerkamin sehe. „Tropfen“, ihr seid ein Schatz! Wenn ich nichts anderes liebe, liebe ich dich.

In The Moonstone (1868) ist Laudanum einer der entscheidenden Faktoren der ganzen Geschichte, und der dort vorkommende Laudanumsüchtige ist ein sympathischer Mann.

Während Laudanum in Collins‘ Schriften immer wichtiger wurde, verherrlichte er seinen Gebrauch oder seine Wirkung nie. Ebenso wenig hat er seine Sucht heruntergespielt oder gerechtfertigt wie Elizabeth Barrett Browning. Als er The Moonstone schrieb, war er durch seine Krankheit und Sucht bereits zu sehr geschwächt, um tatsächlich selbst zu schreiben. Er diktierte das Buch. Die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens müssen die Hölle für ihn gewesen sein, da seine körperliche und geistige Gesundheit sich weiter verschlechterte. Collins versuchte mehrmals, von der Droge wegzukommen, aber es gelang ihm nie.

Mary Todd Lincoln (1818 – 1882)

Die ehemalige amerikanische First Lady Mary Todd Lincoln, Ehefrau von Abraham c6dc8-toddlincolnLincoln, litt an Kopfschmerzen, Migräne und extremen Stimmungsschwankungen. Sie wurde von ihren Zeitgenossen und Geschichtsschreibern kritisch gesehen, nicht nur wegen dieser Stimmungsschwankungen, sondern auch wegen ihrer Gewohnheit, übermäßig viel Geld auszugeben. Heute wird angenommen, dass sie bipolar war, eine Krankheit, die zu ihrer Zeit noch nicht einmal bekannt war, und für mich (als Laie) klingt das plausibel.

In den 1870er Jahren hatte Mary Todd Lincoln drei ihrer vier Söhne durch Krankheiten verloren und war Zeugin des Mordes an ihrem Ehemann geworden. Ihr Verhalten wurde unberechenbarer, irrational und ihr ältester (und einzige überlebender) Sohn Robert hatte sie einweisen lassen. Sie wurde innerhalb eines Jahres wieder freigelassen und für geistig gesund erklärt, litt aber bis zu ihrem Tod unter zunehmend schlechter Gesundheit. Es gibt nicht viele Informationen über ihren Gebrauch von Medikamenten, und sie scheint das Thema sorgfältig vermieden zu haben, aber die Annahme liegt nahe,  dass ihre ständigen Kopfschmerzen und auch Stimmungsschwankungen mit Laudanum behandelt wurden (und viele Bücher und Artikel stellen dies als Tatsache dar). Ihr unfreiwilliger Aufenthalt in der psychiatrischen Anstalt hatte wahrscheinlich auch zur Folge, dass ihr Laudanum verabreicht wurde – es war eines der Hauptmedikamente für psychische Erkrankungen. Es gibt eine weithin verbreitete Geschichte über Mary Todd Lincoln, dass sie einen Suizidversuch mit Laudanum unternommen habe – aber es gibt auch viele, die sagen, dass die Geschichte weder wahr noch plausibel ist.

Anders als die anderen in dieser kleinen Liste, gibt es keine absolute Gewissheit, dass Mary Todd Lincoln eine gewohnheitsmäßige Laudanum-Nutzerin oder sogar Süchtige war, und im Gegensatz zu den anderen hat sie – meines Wissens – nie ein Wort darüber verloren. Angesichts ihrer Krankheiten und der Behandlungsmethoden des 19. Jahrhunderts gibt es jedoch Grund zu der Annahme, dass sie Laudanum verwendet hat. Sie ist der tragische Fall einer Frau, die in einer Zeit, in der sie weder verstanden noch richtig behandelt wurde, an einer psychischen Krankheit litt (siehe auch meinen vorerwähnten Artikel zur psychischen Gesundheit im Amerika des 19. Jahrhunderts).

Sarah Bernhardt (1844 – 1923)

Die französische Schauspielerin Sarah Bernhardt ist nicht durch eine Krankheit in die Fänge von Laudanum geraten. In ihrer Biographie My Double Life beschreibt sie ihre Erschöpfung während einer anstrengenden Schauspieltournee in England und schildert, wie sie Opium gegen diese Erschöpfung nimmt (es scheint wirklich das Heilmittel für alles gewesen zu sein): Das Opium, das ich in meinem Trank eingenommen hatte, machte meinen Kopf ziemlich schwer. Ich kam halb bewusstlos auf die Bühne und war erfreut über den Applaus, den ich erhielt. Ich ging weiter, als wäre ich in einem Traum, und konnte meine Umgebung kaum unterscheiden. Das Haus selbst sah ich nur durch einen leuchtenden Nebel. Meine Füße glitten ohne Anstrengung auf dem Teppich dahin, und meine Stimme klang mir weit weg, sehr weit weg. Ich war in jener köstlichen Benommenheit, die man nach Chloroform, Morphium, Opium oder Haschisch erfährt.

An dem Abend ließ sie zweihundert Zeilen aus dem Theaterstück aus, ohne es zu bemerken.

Ich hatte nicht bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmte, und es schien mir, dass ich wie immer meine ganze Rolle gespielt hatte, aber ich war wirklich unter dem Einfluss des Opiums.

Sie fuhr fort, Opium zu verwenden, um Lampenfieber zu bekämpfen, und von den vier hier beschriebenen Personen entspricht sie am ehesten einer Nutzerin ohne vorherige medizinischer Probleme.
Laudanum, als mehr oder weniger einzig verfügbares Schmerz- und Schlafmittel, war im Leben vieler Viktorianer fast unvermeidlich. Es ist eine Droge, die bis zu einem gewissen Grad in viktorianischen Romanen romantisiert wurde, während es gleichzeitig viele Berichte über ihre Gefahren gab. Einige Bücher, die sich auf Laudanum beziehen, sind oben erwähnt. Hier sind weitere:

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