Buchempfehlung: „Zerrissene Leben“

Ich bin immer froh, wenn Bücher über Geschichte die Perspektive der ganz normalen Menschen widerspiegeln und zeigen, wie deren Leben durch die Weltgeschichte beeinflußt wurde. Sehr gut gelungen ist dies in „Zerrissene Leben„, welches ich gerade beendet habe.

In „Zerrissene Leben“ begleiten wir zahlreiche Zeitzeugen durch das so unruhige 20. Jahrhundert. Es sind dies die in den 20er Jahren Geborenen, im Buch „Weimarer Kinder“ genannt. Auf gelungene Weise werden hier historische Fakten und Hintergrundinformationen mit den Stimmen der Zeitzeugen verbunden. Zahlreiche Zitate aus persönlichen Erinnerungen zeigen eindrucksvoll und auch unterhaltsam, wie die Menschen jener Zeit die Weltgeschichte erfuhren und wie sie ihr Leben beeinflußte. Der Titel „Zerrissene Leben“ ist hier sehr gut gewählt. Weiterlesen „Buchempfehlung: „Zerrissene Leben““

Buchempfehlung: Blaubeeren vergisst man nicht

Die wirkliche Geschichte findet nicht in den Geschichtsbüchern statt, sondern im Leben der ganz normalen Menschen, die von der „großen“ Geschichte beeinflußt werden und oft genug unter ihr leiden. Das möchte ich in meinen Büchern vermitteln und genau deshalb lese ich auch Lebensbeschreibungen und Zeitzeugendokumente so gerne. Im Rahmen meiner Buchrecherchen habe ich viele solcher Bücher oder Webseiten gelesen, oft las ich mich fest, auch wenn ich die für mich notwendigen Informationen schon gefunden hatte. Zu faszinierend waren die Schicksale der ganz normalen Menschen, die von der Weltgeschichte oft völlig durcheinandergewirbelt wurden.

Als ich nun die Möglichkeit erhielt, die Lebenserinnerungen einer Dame zu lesen, die 1923 in Oberschlesien geboren wurde und im Krieg einen Wiener heiratete, ab dann in Wien wohnte, war ich natürlich gleich angetan. Eine solche Geschichte wäre ohnehin interessant, hier hatte ich aber noch einen persönlichen Bezug, denn mein Großvater wurde 1920 geboren, zeitlich also nahe dran und zwei meiner Großeltern sind in ehemaligen deutschen Ostgebieten (Galizien, Ostpreußen) aufgewachsen. Beim Lesen fand sich dann noch eine weitere Parallele zur Lagerhaft meines Großonkels. Es war also, ich gebe es zu, auch eine sehr emotionale Erfahrung, dieses Buch zu lesen. Aber auch wer diese Verbindungen zu der Geschichte nicht hat, sollte dieses Buch lesen, den es ist ein bemerkenswert persönliches Zeitdokument. Weiterlesen „Buchempfehlung: Blaubeeren vergisst man nicht“