Laudanum im 19. Jahrhundert

Ich bin im zweiten Buch meiner Allender-Saga, Letzte Abschiede, gerade bei recht emotionalen Szenen, die sich unter anderen mit der Psychiatrie im 19. Jahrhundert beschäftigen, wozu ich bereits einen Artikel geschrieben habe. Ein damit zusammenhängendes Thema, zu dem ich viel recherchierte ist Laudanum. Einer meiner Hauptcharaktere verfällt einer Laudanum-Sucht, die sie (in Kombination mit jemandem, der ihr nichts Gutes möchte) fast tötet. Bei der Recherche hat es mich schockiert, wie leicht es trotz des Wissens über seine Gefahren verfügbar war.

Was ist Laudanum?

Laudanum ist eine Opiumtinktur mit Alkohol, Gewürzen (wie Zimt oder Safran) und einer Vielzahl anderer Dinge (es gibt kein festgelegtes Rezept). Opium und Alkohol waren die einzigen wesentlichen Bestandteile. Weiterlesen „Laudanum im 19. Jahrhundert“

Psychische Krankheit in den USA des 19. Jahrhunderts

In heutiger Zeit an einer psychischen Krankheit zu leiden, ist schrecklich genug. Vor ungefähr einhundertfünfzig Jahren musste es entsetzlich gewesen sein – es gab keine wirksame Behandlung, kein Verständnis für die Krankheit, viele falsche Annahmen.

Mitte des 19. Jahrhunderts befand sich die Psychiatrie noch in den Kinderschuhen und war mit dem heutigen Beruf nicht vergleichbar. Ärzte versuchten, psychische Krankheiten zu verstehen, wussten aber einfach nicht genug darüber. Es wurde angenommen, dass sie erblich seien, auch durch emotionale Ausnahmesituationen oder die Umgebung verursacht wurden, aber ebenso durch Unmoral oder Übermut – im Grunde alles, was nicht innerhalb der strengen moralischen Normen der Zeit lag. Einige Ärzte erkannten auch die Verbindung zwischen Gehirn und psychischer Krankheit und nannten sie eine „Gehirnkrankheit“, obwohl sie nicht wussten, was sie verursachte. Weiterlesen „Psychische Krankheit in den USA des 19. Jahrhunderts“

Tod und Trauer im viktorianischen Amerika

In einer Familiengeschichte, die sich über hundert Jahre erstreckt, gibt es natürlich einige Tote. Romanfiguren haben normalerweise kein leichtes Leben, da ihre Schicksale für die Leser von Interesse sein müssen, und so haben die meisten von ihnen auch keine leichten Tode. Im Laufe der Allender-Trilogie begegnen Menschen ihrem Ende auf verschiedene Arten:
7 – Krieg
6 Glückspilze – natürlicher Tod durch Alter
4 – Mord
3 – Influenza
2 – Selbsttötung
2 – Lungenentzündung
2 – Herzinfarkt
1 – Leberzirrhose
1 – Kindbett
1 – Krebs
1 – Pocken
1 – Blinddarmdurchbruch
1 – Unfall

Obwohl ich den meisten meiner Charaktere keinen friedlichen Tod im Alter zugestanden habe, war ich nicht grausam. In viktorianischen Zeiten war der vorzeitige Tod weit üblicher als heute. Epidemien fegten häufig über die Vereinigten Staaten hinweg – Cholera, Typhus, Diphtherie, Pocken, Masern und Gelbfieber waren alles Volkskrankheiten, die viele Leben forderten. Die Kindersterblichkeit betrug rund 18%, der Tod im Kindbett war eine ernstzunehmende Gefahr. Der Bürgerkrieg forderte rund 1.000.000 Leben. Krankheiten konnten oft nicht so gut behandelt werden wie heute und somit tödlich enden – in einem Buch las ich über eine Frau, die nach einer Zahnextraktion starb, als sich die Wunde infizierte.

Der Tod war im viktorianischen Zeitalter ein großer Teil des täglichen Lebens, und leider war der vorzeitige Tod keine Ausnahme. Weiterlesen „Tod und Trauer im viktorianischen Amerika“